Umweltschutz als eine unserer Hauptaufgaben
Feuer und Flamme für Umweltschutz:
Schornsteinfeger und Kachelofenbauer als Berater
Planen Sie den Neubau oder Umbau Ihres Hauses
und wollen Sie gleichzeitig eine Feststoff-Feuerstätte einbauen,
so sind die Schornsteinfeger, die Kachelofenbauer, die Brennstoff-Fachhändler
und die Fachhandwerker die besten Berater. Sie können in Sachen
Heizungsanlage beim Neubau oder bei der Umrüstung eines Hauses
helfen. Der jeweils zuständige Schornsteinfeger oder Fachhandwerker
kann aus den "Gelben Seiten" entnommen werden bzw. bei
der zuständigen Innung erfragt werden.
Schornstein ja oder nein?
Ein Wort zu der häufig gestellten Frage:
Schornstein ja oder nein? Wer heute baut oder sein Haus modernisiert
wird eine Heizung wählen, die auch morgen den hohen Ansprüchen
der Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit genügt.
Ein erheblicher Teil der Bauherren hat den Verzicht auf einen Schornstein
später bereut. Wenn Sie bedenken, dass die Kosten für
einen Schornstein nur ca. 1% der Rohbausumme betragen, dann dürfte
Ihnen die Entscheidung nicht schwer fallen. Durch den Einbau eines
Schornsteins verschaffen Sie sich eine größere Unabhängigkeit
bei der Wahl Ihrer Heizungsanlage und verbauen sich nicht die Möglichkeit
der Montage eines Zweitheizgerätes.
Emissionen
Alle fossilen Brennstoffe, dazu zählen
Kohle, Holz, Öl und Gas, verursachen bei ihrer Verbrennung
Emissionen. Bei allen angebotenen Brennstoffen stehen den positiven
Aspekten spezifische Risiken, Nachteile oder Bedenken gegenüber.
Generell gilt es heute mehr denn je, alle Möglichkeiten zu
nutzen, um die Emissionen so niedrig wie möglich zu halten.
Dazu gehören neben der sachkundigen Beratung durch Schornsteinfeger,
Schornsteinhersteller, Kachelofenbauer, Brennstoff-Fachhändler,
Fachhandwerker auch der Einsatz moderner Heizgeräte, die geeigneten
Brennstoffe und die richtige Bedienung der Geräte.
Moderne Feuerstätten für Festbrennstoffe
Moderne Feuerstätten für feste Brennstoffe
liegen voll im Trend. Individuelle Geräteformen, die Atmosphäre,
das Feuererlebnis in den eigenen vier Wänden und die damit
verbundene Gemütlichkeit sind die ausschlaggebenden Kaufargumente.
Jedes Jahr steigt der Bestand an Kachel/-Kaminöfen und offenen
Kaminen in Deutschland um durchschnittlich rund 200.000 bis 250.000
Stück. Diese Geräte werden überwiegend als Zweit-
bzw. Reserveheizung , z. B. während der Übergangszeit
genutzt.
Die Anforderungen an Haushaltsfeuerstätten
beschränken sich heute nicht mehr darauf, mit möglichst
formschönen Feuerstätten Wärme zu erzeugen. Neben
der Sicherheit stehen zunehmend Wirtschaftlichkeit und Emissionsverhalten
im Vordergrund. Gegenüber alten Geräten wurden hinsichtlich
der Gerätetechnik deutliche Verbesserungen zur Emissionsreduzierung
erzielt. Auf dem Markt sind bereits Neuentwicklungen der Feuerstättenhersteller,
deren Emissionswerte deutlich unter denen der Standardgeräte
liegen.
Braunkohlebriketts und Holz als ideale Brennstoffe
Ein traditioneller und bewährter Brennstoff
ist seit vielen Jahrzehnten das Braunkohlebrikett. Es wird aus der
zerkleinerten und getrockneten Braunkohle ohne Verwendung von Bindemitteln
hergestellt. Rohstoff- und produktionsbedingt weisen Braunkohlebriketts
eine definierte und konstante Qualität auf. Sie unterliegen
einer strengen Kontrolle. Der Einsatz von Brennstoffen in Haushaltsfeuerstätten
wird in der Kleinfeuerungsanlagenverordnung geregelt. Danach sind
Braunkohlebriketts der Marken UNION und REKORD aus den deutschen
Braunkohlerevieren als Brennstoff zugelassen. Sie sind die idealen
Brennstoffe für eine emissionsarme Verbrennung. Diese einheimischen
Marken sind bestens geeignet und erfüllen jederzeit die gesetzlichen
Anforderungen.
Darüber hinaus ist trockenes Holz (2 Jahre
überdacht gelagert) vorzugsweise in Form von Scheitholz und
Holzbrikett ein nach DIN-Norm zugelassener Brennstoff.
Richtiges Heizen mit Braunkohlebriketts und Holz
Praktizierter Umweltschutz ist nicht nur eine
Frage der Umweltverträglichkeit des Brennstoffs und des modernen
Heizgeräts. Um unnötige Emissionen zu vermeiden muss der
Dreiklang
richtiger Brennstoff
richtige Feuerstätte und Schornstein sowie
richtige Handhabung
stimmen. Bei richtiger Bedienung der Heizgerätes
können die Emissionen bei der Verbrennung von hochwertigen
Briketts aus Braunkohle und Holz deutlich gesenkt werden. Eines
der wichtigsten Gebote muss deshalb lauten:
Unbedingt die Bedienungsanleitung des Heizgerätes
benutzen!
Es dürfen nur zugelassene Brennstoffe eingesetzt
werden. Abfälle, Plastik, Pappen, behandeltes Holz (gestrichen,
lackiert, imprägniert oder Spanplatten) usw. dürfen nicht
verbrannt werden. Sie heizen mit Braunkohlebriketts und Holz sparsam
und vermeiden unnötige Emissionen, wenn Sie bei der Bedienung
einige Regeln beachten:
Feuer anzünden
Legen Sie geeignete Anzünder, eine ausreichende
Menge Anzündholz, ein paar Braunkohlebriketts bzw. dünne
Holzscheite auf den sauberen Rost. Bringen Sie den Luftregler in
Anzündstellung, zünden Sie an und schließen Sie
die Feuerraumtür. Wenn der Brennstoff vollständig überzündet
hat, stellen Sie den Luftregler auf die gewünschte Leistungsstufe.
Dauerbrand halten/Heizbetrieb Ist noch genügend
Glut vorhanden, dann rütteln Sie einfach die Asche ab bzw.
schüren das Glutbett. Legen Sie ein paar Braunkohlebriketts
bzw. Holz auf die Glut und stellen Sie den Luftregler auf Anzündstellung.
Wenn der Brennstoff überzündet ist, stellen Sie den Luftregler
auf die gewünschte Wärmeabgabe ein. Beachten Sie bitte,
dass bei der Holzverbrennung die Luftzuführung über den
Luftregler nicht zu sehr gedrosselt wird.
Glut halten
Legen Sie vor der Nachtruhe noch zwei bis vier
Braunkohlebriketts auf und warten Sie bis sie brennen. Dann schließen
Sie den Luftregler. Am nächsten Morgen sind Ihre Räume
wieder schnell schön warm.
Zum Schluss
Jedes Grad Raumtemperatur weniger spart 5-7
% Heizenergie. Um Energie zu sparen und die Umwelt zu schonen, sollte
man nur soviel Brennstoff auflegen wie gerade nötig. Die Feuerstätten
sowie die Verbindungsstücke zum Schornstein sollten regelmäßig
von einem Fachmann gewartet werden. Eine mangelhafte Wartung bringt
Leistungsverluste, die letztlich unnötige Emissionen bewirken.
Bei der Vorplanung beachten!
Erkundigen Sie sich bereits bei der Vorplanung,
ob ein Verbrennungsverbot für bestimmte Brennstoffe bzw. ein
Anschlusszwang an eine Fernheizung für Ihr Grundstück
vorliegt. Wie sollten Sie sich verhalten, wenn in Ihrer Stadt oder
Gemeinde z. B. ein Verbrennungsverbot für
Festbrennstoffe geplant wird oder bereits erlassen worden ist?
Vertreter im Gemeinde- bzw. Stadtrat ansprechen
und um Informationen bitten.
Kontakt zu folgenden Festbrennstoffbeauftragten
aufnehmen.
Haben Sie noch Fragen...?
Dann können Sie sich selbstverständlich
an die obigen Personen wenden oder fragen Sie Ihren Schornsteinfeger,
Schornsteinhersteller, Kachelofenbauer, Brennstoff-Händler
oder Fachhandwerker.
|