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Feuerstättenschau

Heizkessel und andere Komponenten einer Heizung werden regelmäßig im Rahmen der Feuerstättenschau auf ihre Brand- und Betriebssicherheit geprüft. Die Feuerstättenschau darf als hoheitliche Aufgabe nur vom öffentliche bestellten Bezirksschornsteinfeger durchgeführt werden. Die Feuerstättenschau muss zweimal in sieben Jahren durchgeführt werden. Der maximal zulässige zeitliche Abstand zwischen zwei Schauen beträgt vier Jahre.

Hausbesitzer müssen die Feuerstättenschau gestatten

Hausbesitzer müssen grundsätzlich die Feuerstättenschau am vom Bezirksschornsteinfeger festgelegten Termin ermöglichen. Terminverlegungen sind in der Regel unproblematisch, eine grundsätzliche Weigerung jedoch nicht. Wer sich hartnäckig weigert, muss damit rechnen, dass sich der Bezirksschornsteinfeger zwangsweise Zugang zum Haus verschafft.

Die Feuerstättenschau verursacht wenig Aufwand

Die Feuerstättenschau darf nicht mit den zum Beispiel für Heizkessel vorgeschriebenen Prüfungen, Kehrungen und Messungen verwechselt werden. Die „Kehr und Überprüfungsordnung“ (KÜO) legt fest, wie oft diese Arbeiten für jeden Heizungstyp durchzuführen sind. Demgegenüber ist die Feuerstättenschau im Schornsteinfeger-Handwerksgesetz geregelt. Bei der Feuerstättenschau wird primär überprüft, ob die laut KÜO vorgeschriebenen Arbeiten von einem zugelassenen Schornsteinfegerbetrieb durchgeführt wurden. Dies wird durch entsprechende Bescheinigungen des durchführenden Betriebs nachgewiesen. Selbst durchführen muss der Bezirksschornsteinfeger nur die Prüfungen, die nicht bereits in der KÜO festgeschrieben sind. Dabei handelt es sich meist um einfache Sichtprüfungen. Die Auslagerung weitere Teile der Prüfung in die KÜO war erforderlich, da das Schornsteinfegermonopol dem Wettbewerbsrecht der EU widersprach, das für viele Tätigkeiten eine freie Wahl des Anbieters fordert. In der Praxis bietet der Bezirksschornsteinfeger zugleich auch als freier Schornsteinfeger die Leistungen gemäß KÜO an, deren Ausführung er als hoheitliche Tätigkeit überwacht. Wenn ihm bei der Feuerstättenschau also auffällt, dass nach KÜO noch etwas erledigt werden muss, kann er es auch sofort selbst tun. Es überrascht daher nicht, dass sich nur wenige Hausbesitzer stattdessen für einen freien Anbieter entscheiden.

Was wird bei der Feuerstättenschau geprüft?

Zunächst werden Öfen und Kamine auf offensichtliche Mängel hin überprüft. Hier geht es primär um die Standsicherheit und um den Abstand zu brennbaren Materialien. Wichtig ist unter Sicherheitsgesichtspunkten auch die Sichtprüfung aller Abgasrohre und ihrer Verbindungsstücke. Diese werden von außen und von innen in Augenschein genommen. Auch die Sauerstoffversorgung für den Verbrennungsvorgang wird geprüft. Erfolgt diese durch die Raumluft, darf der Raum nicht durch hermetisch abschließende Fenster und Türen von der Außenluft abgeschlossen sein. Ansonsten sind die Rohre der Luftzufuhr einer Prüfung zu unterziehen. Wird Holz als Brennstoff verwendet, wird auch das Brennstofflager in Augenschein genommen. Geprüft wird auch, ob der maximal zulässige Feuchtegehalt des Brennstoffs eingehalten wird. Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) Im Rahmen der Feuerstättenschau wird auch kontrolliert, ob alle Auflagen erfüllt sind, die sich aus der Energieeinsparverordnung ergeben. Dazu zählt auch die Stilllegung nicht mehr zugelassener Heizkessel. Befindet sich ein solcher im Haus, prüft der Schornsteinfeger, ob er tatsächlich stillgelegt wurde. Kontrolliert wird auch, ob die Wärmeverluste von Leitungen und Rohren durch eine geeignete Dämmung begrenzt sind. Abhängig von der Bauart der Heizung müssen auch die Umwälzpumpe und die Regeltechnik einige Auflage hinsichtlich eines sparsamen Betriebs der Heizung erfüllen. Auch hier findet nur eine Sichtprüfung statt. Eine technische Funktionsprüfung ist nicht Gegenstand des Feuerstättenschau.

Der Feuerstättenbescheid

Nach erfolgter Feuerstättenschau stellt der Bezirksschornsteinfeger einen Feuerstättenbescheid aus. Dieser enthält zunächst eine Auflistung aller Öfen, Heizkessel und Abgasanlagen. Wichtigster Bestandteil des Feuerstättenbescheids ist die Auflistung aller durchzuführenden Arbeiten. Dazu zählt nicht nur die Beseitigung festgestellter Mängel. Auch alle regelmäßig durchzuführenden Kehr- und Prüfarbeiten werden dort aufgeführt. Der Feuerstättenbescheid ist einem behördlichen Bescheid gleichgestellt und damit verbindlich. Bisweilen kommt es zu Unstimmigkeiten, weil beispielsweise Kehrintervalle auch von der Häufigkeit der Nutzung eines Kamins beziehungsweise Kessels abhängen. Zuständig für solche Streitigkeiten sind die Verwaltungsgerichte.

Eine Feuerstättenschau kostet meist weniger als 100 Euro

Die Kosten einer Feuerstättenschau sind im Gebührenverzeichnis der KÜO verbindlich geregelt. Für ein typisches Einfamilienhaus betragen die Gesamtkosten meist weniger als 100 Euro.